Die nationalsozialistischen Aufmärsche verhindern!

4. Oktober 2005

Am 3. Dezember 2005 plant der bundesweit bekannte Nazikader Christian Worch aus Hamburg, eine Doppeldemonstration in der Region. Einen Aufmarsch in Rastatt, einen in Karlsruhe.
Nähere Infos dazu und zu geplanten Aktionen gegen das nationalsozialistische Treiben findet ihr auf der Sonderseite oder in den nächsten Tagen und Wochen hier.

Den deutschen Zuständen entgegentreten – nationalsozialistische Aufmärsche verhindern!

Wohnhaft in Ettlingen….

In der Nacht zum 1. Oktober 2005 wurde das Forum des „Freien Widerstandes“ Ziel einer antifaschistischen Netzattacke, durchgeführt von der Gruppe „zog binary battle unit 01.01“. Die Internetseite „Freier Widerstand“ und das ihr zugehörige „Freies Forum“ galten als eines der wichtigsten (Internet-) Organe der (parteilosen) deutschen Naziszene. Durch den Hack wurden auch die Namen der Betreiber dieser Seite bekannt: Steffen Pohl aus Duisburg, der Dortmunder Denis Giemsch und Manuel Bayrl wohnhaft in Ettlingen. Wieder wird einmal deutlich welche Personen und Umtriebe in Ettlingen ihren Platz finden.
Manuel Bayrl ist kein unbeschriebenes Blatt in der Region (und darüber hinaus); so betätigte er sich häufig auf nationalsozialistischen Aufmärschen in Süddeutschland als Anti-Antifa-Aktivist (so z.B. am 11.9.04 in Schwäbisch Hall). Ebenso war er maßgeblich am Aufbau der „Karlsbader Kameradschaft“ beteiligt.
Nicht nur dadurch wird es wieder einmal deutlich, wie notwendig antifaschistische Aufklärung und Widerstand in Ettlingen und Umgebung ist – auch gegen die Bestrebungen der Ettlinger Behörden, diesen mundtot machen zu wollen (s. die Vorfälle am 29.07.05 bzgl. der geplanten antifaschistischen Veranstaltung im Ettlinger Jugendzentrum Specht).

Game over, Krauts!

Gruppe “pensée critique” im Oktober 2005

Pressemitteilung ag.zora

15. August 2005

Eine Pressemitteilung der ag.zora zu der antifaschistischen Kundgebung in Ettlingen findet ihr hier

Redebeitrag Ettlingen

31. Juli 2005

Nicht nur die städtischen Behörden in Ettlingen unternehmen alles in ihrer Macht stehende, damit keine Räumlichkeiten für antifaschistische Arbeit zur Verfügung gestellt werden, sondern allgemein bringen kommunale und städtische Behörden so einiges dagegen in Anschlag wenn es um dieses Thema geht. Jugendhäuser und –zentren wird mit der Kürzung oder Streichungen von öffentlichen Subventionen gedroht, was für diese meist die Schließung bedeuten würde.
Diese Tatsache erschwert es vor allem auf dem Lande antifaschistische Arbeit zu leisten, wo diese jedoch meist notwendiger ist als in der Stadt. Auch in dieser Region ist dies der Fall. So gibt es hier in der Gegend eine starke rechtsextreme Szene, welche sich gerne unter dem Namen „Karlsbader Kameradschaft“ gruppiert. Diese Gruppierung ist nicht nur hier in der Region aktiv, wo sie unter anderem mit der Organisierung eines bundesweit beachteten Konzertes auf sich aufmerksam machte, sondern wurde auch immer wieder bei Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet beobachtet so zum Beispiel: in München, Marburg, Gladenbach, Essen und Schwäbisch Hall. Auch etliche Schmierereien in Karlsbad von antizionistischen Parolen bis hin zu Gewaltandrohungen gegen Antifaschisten sind Mitgliedern dieser Gruppe zuzuordnen.
Diese Beispiele dürften klar aufweisen, dass ein Projekt wie die „Tour de Kaff“ hier dringend notwendig ist.
Oft scheitern solche oder werden dadurch erschwert, dass Antifaschisten entweder erst gar keine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen oder dass bereits Zusagen für Räume, meist auf Druck des Staatschutzes oder anderer Behörden wieder zurückgezogen werden. Ettlingen und der Specht ist leider keine Ausnahme, ein Blick über den Rhein reicht – Landauer Genossen und Genossinnen ereilte vor nicht allzu langer Zeit dasselbe Schicksal. Anderseits werden geschichtsrevisionistische Veranstaltungen – in denen die deutschen Täter als die wahren Opfer dargestellt werden und die Shoah und die anderen Millionen Opfer der Deutschen überhaupt keine Erwähnung mehr findet von den Gemeinden nicht nur hofiert sondern auch initiiert. So bietet beispielsweise die Gemeinde Karlsbad sowohl in ihrem Mitteilungsblatt wie auch in der örtlichen Hauptschule Platz für geschichtsrevisionistische Inhalte und Veranstaltungen, denen auch gerne der Karlsbader Bürgermeister beiwohnt. Nicht dass uns so etwas wundern oder überraschen würde – erwähnen wollten wir es dennoch…
Lassen wir uns nicht länger von dem dörflichen Konsens einschüchtern, gehen wir gegen die uns unerträglichen deutschen Zustände auf die Strasse, nehemen wir uns die Plätze und Räume die wir brauchen.

Den ländlichen Alltag angreifen – die dörfliche idylle stören !

Gruppe „pensée critique“

Traute Eintracht auf dem Lande?

26. Juli 2005

Traute Eintracht auf dem Lande?

Seit nunmehr geraumer Zeit treiben nazistische Jungmänner in Karlsbad und Umgebung ihr Unwesen (eine unvollständige Chronik ist unter www.red-zak.de.vu einzusehen). Sie selbst subsumieren sich gerne unter dem Label „Karlsbader Kameradschaft“, die mittlerweile weit über den Raum Karlsbad bekannt und aktiv ist. So organisierten sie international beachtete Rechtsrock-Konzerte (z.B. im „König von Preussen“ in Frauenalb) oder tummeln sich am Wochenende gerne auf Nazidemonstrationen im ganzen Bundesgebiet (z.B. Essen, München, Gladenbach, Marburg usw.). Ebenso versuchen sie in Karlsbad den Anspruch einer Hegemonie ihrerseits durchzusetzen Längst entsprechen sie nicht mehr den äußerlichen Klischees (Glatze, Bomberjacke, Springerstiefel usw.) wie Nazis in den Medien gerne dargestellt werden. Sie sehen oft aus wie normale Jugendliche, was auch nicht weiter verwundert, denn sie sind es: deutsche Jugendliche in einem ganz normalen deutschen Dorf. Längst vorbei sind die Zeiten (die es eh nie gab) in denen Hakenkreuzschmierereien, gewalttätige Übergriffe und sich zu „Kameradschaften“ zusammenschließende Jungmänner Prädikate für ostdeutsche Dörfer waren. Solche ein Szenario ist auch in vielen Dörfern Baden-Württembergs Realität.
In Karlsbad schlägt sich diese Realität unter anderem auch in Form von Wandschmierereien nieder. Angefangen von Hakenkreuzen, über Aufforderungen zu Gewalt gegen Antifaschisten („Antifa – Aufs Maul“) bis zu antizionistischen/antisemitischen Phantasien („Smash Israel“). Die dörfliche Idylle wird durch diese Schmierereien nicht gestört, sondern findet vielmehr in ihr, ihre Entsprechung, auch wenn die Form der Artikulation nicht unbedingt zum Hirschgeweih über dem Sofa passt. Rufen die einen dazu auf, das deutsche Projekt der Vernichtung der Juden zu ihrem Ende zu führen („Smash Israel“), so betrauern die anderen (die Karlsbader Bürger) die Gefallenen der deutschen Wehrmacht, die mit der Waffe in der Hand, dieses Projekt, gegen die herannahenden Armeen der Alliierten, zu schützen versuchten. So geschehen Ende April sowohl im „Karlsbader Mitteilungsblatt“ als auch auf einer Veranstaltung die in der Karlsbader Hauptschule, die u.a. mit dem Karlsbader Bürgermeister Rudi Knodel, stattfand.
„dass wahrscheinlich die Entbarbarisierung auf dem platten Land noch weniger als sonst wo gelungen ist. Auch das Fernsehen und die anderen Massenmedien haben wohl an dem Zustand des mit der Kultur nicht ganz Mitgekommenseins nicht allzu viel geändert.“ (Th.W. Adorno)

Krieg den deutschen Zuständen!

Den dörflichen Konsens stören!

Gruppe „pensée critique“

penseecritique@gmx.net

Welcome

..auf dem blog der gruppe „penseé critique“.